Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Einkaufsbedingungen der S-Payment GmbH
Gültig ab 01. September 2016

§ 1 Allgemeines/Geltungsbereich
1. Unsere Einkaufsbedingungen gelten ausschließlich. Entgegenstehende, abweichende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Lieferanten erkennen wir nicht an, es sei denn, wir hätten ausdrücklich in Textform ihrer Geltung zugestimmt. Unsere Einkaufsbedingungen gelten auch dann, wenn wir in Kenntnis entgegenstehender, abweichender oder ergänzender Allgemeiner Geschäftsbedingungen des Lieferanten die Lieferung vorbehaltlos annehmen.
2. Unsere Einkaufsbedingungen gelten nur gegenüber Unternehmern, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen.
3. Alle vertraglichen Vereinbarungen zwischen uns und dem Lieferanten bedürfen der Textform. Telefonische oder mündliche Bestellungen müssen von uns in Textform bestätigt werden.

§ 2 Angebot/Angebotsunterlagen
1. Angebote müssen sich bezüglich Menge und Beschaffenheit an unsere Anfrage oder unser Muster halten. Auf etwaige Abweichungen hat der Lieferant in Textform hinzuweisen.
2. Maßgeblich für die Ausführung sind die Angaben in der Bestellung. Die ganze oder teilweise Untervergabe unserer Aufträge an Dritte bedarf unserer vorherigen Zustimmung.
3. Soweit eine Bestellung nicht aufgrund eines verbindlichen Angebotes des Lieferanten erfolgt, hat der Lieferant unsere Bestellung innerhalb einer Frist von fünf Arbeitstagen in Textform anzunehmen. Nimmt der Lieferant unsere Bestellung nicht an, gilt dies als Ablehnung. Weicht die Auftragsbestätigung des Lieferanten von unserer Bestellung ab, so sind wir nur daran gebunden, wenn wir der Abweichung in Textform zugestimmt haben.

§ 3 Güte- und Sicherheitsanforderung
1. Der Lieferant ist verpflichtet, sicherzustellen, dass alle Lieferungen in ihrer Art und Beschaffenheit in vollem Umfang den gesetzlichen und sonstigen Vorschriften – insbesondere den geltenden Sicherheitsvorschriften, ISO- und DIN-Normen – entsprechen.
2. Datenträger bzw. elektronisch übermittelte Daten sind vor Auslieferung an uns oder an einen von uns benannten Dritten mit einem aktuellen Virensuchprogramm auf Viren, Würmer und Ähnliches zu untersuchen. Die Freiheit davon ist in Textform zu bestätigen. Wir sind berechtigt, aber nicht verpflichtet, Daten(-träger), denen eine entsprechende Bestätigung nicht beigefügt ist, zurückzuweisen.

§ 4 Preise/Zahlungsbedingungen/Abtretung
1. Die vereinbarten Preise sind bindend. Mangels abweichender Vereinbarung in Textform schließt der Preis Lieferung „frei Haus“ an die benannte Lieferanschrift einschließlich Verpackung ein. Soweit wir aufgrund abweichender Vereinbarung Versandkosten zu tragen haben, können diese nur in Höhe der Selbstkosten in Rechnung gestellt werden. Dabei ist der unter Berücksichtigung unserer jeweils aktuellen Versandvorschriften kostengünstigste Versandweg zu wählen, soweit wir keine andere Vereinbarung getroffen haben.
2. Die Preise verstehen sich zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer.
3. Rechnungen sind sofort nach erfolgter Lieferung an uns einzureichen. Sie dürfen nicht der Warensendung beigefügt werden.
4. Die Bezahlung der Rechnung erfolgt innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungseingang abzüglich 2 % Skonto oder innerhalb von 30 Tagen netto. Rechnungen können wir nur bearbeiten, wenn die Vollständigkeit der Bestell- und Lieferdaten, wie z. B. der Tag der Bestellung, die Artikelnummer, die Nummer der Bestellung und die Menge, beachtet wurde. Fehlende Daten berechtigen uns zur Rücksendung der unbearbeiteten Rechnung. Eine dadurch entstehende Verzögerung hat der Auftragnehmer zu vertreten. Die gesetzlichen Rechte zur Zurückbehaltung oder Aufrechnung bleiben unberührt.
5. Forderungen gegenüber uns dürfen an Dritte nur mit unserer vorherigen Zustimmung in Textform abgetreten werden.
6. Kosten für Angebote, Skizzen, Entwürfe, Probesatz, Probedrucke, Muster und ähnliche Vorarbeiten können nur berechnet werden, wenn dies vorher in Textform mit uns vereinbart wurde.

§ 5 Liefertermin
1. Vereinbarte Liefertermine sind verbindlich. Maßgebend für die Einhaltung des Liefertermins ist der Eingang der Ware bei uns oder der von uns benannten Empfangsstelle.
2. Der Lieferant ist verpflichtet, uns unverzüglich in Textform in Kenntnis zu setzen, wenn Umstände eintreten oder ihm erkennbar werden, aus denen sich ergibt, dass der vereinbarte Liefertermin nicht eingehalten werden kann.

§ 6 Lieferung/Versand/Verpackung/Abnahme
1. Der Versand hat unter Beachtung unserer jeweils aktuellen Versandvorschriften zu erfolgen. Soweit keine anderweitigen Anweisungen erfolgen, wird der Lieferant den Versand unmittelbar an unseren Kunden durchführen und die Lieferung als „im Auftrag der S-Payment GmbH erfolgend“ kennzeichnen.
2. Die Transportgefahr haben wir versichert, wir sind daher als Verzichtskunde (ADSp 2003 Ziff. 21.2) zu führen.
3. Teil-, Mehr- oder Minderlieferungen bedürfen unserer vorherigen Zustimmung in Textform und sind dann als solche zu kennzeichnen.
4. Der Lieferant steht für die Beschaffung der vertraglichen Leistungen und Waren – auch ohne Verschulden – uneingeschränkt ein (volle Übernahme des Beschaffungsrisikos).
5. Allen Sendungen sind Lieferscheine beizugeben. Erfolgt der Versand an unsere Kunden, sind die in unserem Bestellsatz enthaltenen Lieferscheine zu verwenden.
6. Pakete und ggf. Umkartons sind nach unserer Wahl mit von uns zur Verfügung gestellten oder von uns vorgeschriebenen Etiketten zu versehen. Auf den Etiketten sind Artikelnummer, Menge, Produktionsdatum, bei fortlaufend nummerierten Objekten der Nummernkreis des Paketinhalts, gegebenenfalls Sparkassenbezeichnung, Kundeneindruck und Verfallsdatum festzuhalten.
7. Der Lieferant ist verpflichtet, bei Lieferscheinen und Rechnungen auf die Vollständigkeit der Bestell- und Lieferdaten wie z.B. Tag der Bestellung, die Artikelnummer, unsere Auftragsnummer und die Menge zu achten.
8. Alle palettierbaren Artikel sind auf unbeschädigten Euro-Paletten anzuliefern. Die gepackte Palette darf einschließlich Palettenuntersatz eine maximale Höhe von 1,25 m nicht überschreiten, wobei darauf zu achten ist, dass die Pakete nicht über die Palette hinausragen. Außerdem ist das Gewichtslimit von 1000 kg je Palette zu beachten. An gut sichtbarer Stelle ist ein Hinweiszettel zu befestigen, auf dem die Artikelnummer und die Gesamtmenge des auf der Palette verpackten Artikels vermerkt sind.
9. Bei Nichteinhaltung der jeweils aktuellen Versandvorschriften sind wir unbeschadet weitergehender gesetzlicher Rechte berechtigt, nach unserer Wahl die Sendung unfrei an den Lieferanten zurückzusenden oder Schadensersatz wegen Pflichtverletzung zu verlangen, insbesondere die durch die Nichteinhaltung entstehenden Kosten in Rechnung zu stellen.

§ 7 Gefahrenübergang
Die Gefahr geht mit Eingang der Lieferung bei der von uns angegebenen Empfangsstelle auf uns über.

§ 8 Beistellung von Material, Unterlagen und Daten durch uns, Eigentum, Versicherungen
1. Das von uns beigestellte Material, Unterlagen, Datenträger bzw. elektronisch übermittelte Daten usw. hat der Lieferant unverzüglich nach Eingang auf Mängel, Verarbeitungs-, Betriebsfähigkeit und Viren- und Wurmbefall zu prüfen. Etwaige Beanstandungen sind uns unverzüglich in Textform anzuzeigen.
2. Die in unserem Auftrag hergestellten oder dem Lieferanten zur Ausführung des Auftrags übergebenen Materialien und Unterlagen samt aller Vor-, Zwischen- und Abfallprodukte (Entwürfe, Werbetexte, Daten, zur Erstellung der Produkte benötigte Softwarehilfsmittel, Softwareentwicklungen inkl. Quellcode, Datenträger, Filme, Negative, Montagen, Klischees, Andrucke, Halbfabrikate usw.) bleiben bzw. werden unser Eigentum. Sie sind getrennt zu lagern und als unser Eigentum mit der Formulierung ,,Eigentum der S-Payment GmbH" zu kennzeichnen. Kosten für Lagerung, Pflege, Instandhaltung und Betrieb trägt der Lieferant. Er haftet für Verluste und Beschädigung und wird für eine ausreichende Versicherung Sorge tragen und uns dies auf Verlangen nachweisen. Einlagerung bei Dritten ist nur mit unserer Zustimmung in Textform zulässig
3. Die dem Lieferanten überlassenen Materialien, Unterlagen und Daten sind streng vertraulich zu behandeln. Sie dürfen nur bestimmungsgemäß und nur für unsere Aufträge verwendet und Dritten nicht zugänglich gemacht werden und sind uns auf unser Verlangen unverzüglich und kostenlos zu überbringen.
4. Bei Beständen, die in unserem Eigentum stehen und beim Lieferanten eingelagert sind, muss bei diesem laufend eine betriebsinterne Bestandsüberwachung durchgeführt werden. Einmal jährlich erfolgt vom Lieferanten eine körperliche Bestandsaufnahme. Die hierbei ermittelten Bestände werden uns jeweils zum Zweck der Abstimmung gemeldet. Als Basis für sämtliche Bestandsvergleiche gelten die uns in Rechnung gestellten Mengen.
5. Für die von der S-Payment GmbH den Lieferanten übertragene Funktionen sind vom Lieferanten Daten zu speichern und zu pflegen. In diesem Zusammenhang hat der Lieferant für einen angemessenen, dem Stand der Technik entsprechenden Datenschutz und eine demgemäßige Datensicherheit zu sorgen. Insbesondere hat der Lieferant sicherzustellen, dass eine unberechtigte Nutzung ausgeschlossen ist, und zu gewährleisten, dass die berechtigte Nutzung jederzeit möglich und stetige Funktionssicherheit gegeben ist. Die Datensicherheit muss auch z. B. im Fall eines Systemwechsels gegeben sein. Die mit der entsprechenden Befugnis ausgestatteten Mitarbeiter des Lieferanten sind von ihm hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit anzuweisen und darauf zu verpflichten, Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse der S-Payment GmbH zu wahren. Dies gilt für personenbezogene Daten wie auch für Daten von juristischen Personen und Geschäftskunden. Die Interessen der S-Payment GmbH und das Interesse ihrer Geschäftspartner sind dabei zu wahren.

§ 9 Nutzungs- und Verwertungsrechte
1. Nutzungs- und Verwertungsrechte werden uns als ausschließliches Recht und zeitlich unbefristet eingeräumt. Der Lieferant haftet verschuldensunabhängig für die Freiheit von Rechten Dritter und dafür, dass Rechte Dritter nicht verletzt werden.
2. Werden wir deswegen in Anspruch genommen, so ist der Lieferant verpflichtet, uns von diesen Ansprüchen freizustellen. Die Freistellungspflicht des Lieferanten bezieht sich auf alle Aufwendungen, die uns aus oder im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme durch einen Dritten notwendigerweise erwachsen. Wir sind nicht berechtigt, mit dem Dritten – ohne Zustimmung des Lieferanten – irgendwelche Vereinbarungen zu treffen, insbesondere einen Vergleich abzuschließen.
3. Die Freistellungsverpflichtung gilt auch gegenüber unseren Abnehmern.
4. Die Freistellungsverpflichtung entfällt, wenn die Verletzung von Rechten Dritter auf speziellen Vorgaben von uns beruhen. Der Lieferant ist jedoch verpflichtet, unsere Vorgaben zu prüfen und für den Fall, dass eine Verletzung von Rechten Dritter zu befürchten ist, uns hierauf unverzüglich hinzuweisen.
5. Unsere Ansprüche gegen den Lieferanten im Hinblick auf Nutzungs- und Verwertungsrechte verjähren in fünf Jahren ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn.

§ 10 Lieferantenvermerke, Ausschluss eines verlängerten Eigentumsvorbehalts
1. Lieferantenvermerke auf den von uns bestellten Objekten bedürfen unserer vorherigen Zustimmung in Textform.
2. Ein verlängerter Eigentumsvorbehalt des Lieferanten ist ausgeschlossen.

§ 11 Mängelanzeige und -rechte
1. Für Mängelansprüche gelten die gesetzlichen Vorschriften, soweit nachfolgend nichts anderes vereinbart ist. Die Annahme erfolgt unter Vorbehalt der Untersuchung auf Mängelfreiheit, insbesondere auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Tauglichkeit. Wir sind verpflichtet, die Ware innerhalb angemessener Frist zu untersuchen. Wir sind nur verpflichtet, eine bloße Mindestkontrolle anhand des Lieferscheins und im Hinblick auf Transportschäden vorzunehmen. Eine weitergehende Untersuchung ist bei Wareneingang/ Leistungserbringung nicht geschuldet. Die Rüge entdeckter Mängel ist rechtzeitig, sofern sie bei offenkundigen Mängeln innerhalb einer Frist von zwei Wochen, gerechnet ab Wareneingang, oder bei versteckten Mängeln innerhalb einer Frist von zwei Wochen ab Entdeckung erfolgt; erfolgt die Lieferung unmittelbar an einen unserer Kunden (Streckengeschäft), beträgt die Rügefrist drei Wochen. Die rechtzeitige Absendung der Mängelrüge genügt zur Fristwahrung.
2. Das Rückgriffsrecht nach §§ 478 f. BGB steht uns auch dann zu, wenn wir die Sachen nicht an Verbraucher, sondern an Unternehmer weiterveräußern.
3. Der Lieferant übernimmt zusätzlich eine Garantie für Haltbarkeit und Beschaffenheit von einem Jahr ab der Ablieferung der Waren oder der Abnahme des Werkes.
4. Im Garantiefall steht uns – unbeschadet weitergehender gesetzlicher Ansprüche – das Recht auf Minderung auch ohne vorhergehendes Nacherfüllungsverlangen zu.
5. Rechte wegen Sachmängeln verjähren in drei Jahren ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Längere gesetzliche Verjährungsfristen bleiben unberührt.
6. Rechte wegen Rechtsmängeln verjähren in fünf Jahren ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Längere gesetzliche Verjährungsfristen bleiben unberührt.
7. Im Falle einer Nacherfüllung des Lieferanten aufgrund einer gesetzlichen Pflicht beginnen Garantie und Verjährungsfristen im Hinblick auf die Nacherfüllung zu dem Zeitpunkt erneut zu laufen, in dem der Lieferant die Nacherfüllungsansprüche vollständig erfüllt hat.
8. Wir sind unbeschadet weitergehender Ansprüche berechtigt, auch nach Ablauf der Verjährungsfrist für Mängelrechte, dem Lieferanten Kaufgegenstände gegen Rückerstattung des Kaufpreises zurückzugeben, wenn wegen des Kaufgegenstandes gegen den Lieferanten, den Importeur, uns oder unseren Kunden eine Untersagungsverfügung der Behörden wegen eines Verstoßes gegen das Gerätesicherheitsgesetz oder eine aufgrund des Gerätesicherheitsgesetzes erlassene Rechtsvorschrift erlassen worden ist oder festgestellt wird, dass der Kaufgegenstand gegen die Rechtsvorschriften über die Sicherheit von Spielzeug oder das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz verstößt.
9. Werden vom Lieferanten/Hersteller/Vertreiber weitergehende Rechte eingeräumt, gelten diese.
10. Kosten und Gefahr der Rücksendung mangelhafter Liefergegenstände trägt der Lieferant.

§ 12 Haftung
1. Bei einer Pflichtverletzung sind wir berechtigt, Schadensersatz auch für sogenannte mittelbare Schäden, Vermögensschäden und entgangenen Gewinn zu verlangen. Dies gilt auch bei der Verletzung einer Nebenpflicht, insbesondere wenn der Lieferant die Untersuchung eines gelieferten Datenträgers bzw. elektronisch übermittelter Daten mittels eines aktuellen Virensuchprogramms unterlassen hat sowie bei nicht auftragsgerechter Lieferung, unsachgemäßer Verpackung und nicht sachgemäßem Transport.
2. Der Lieferant haftet im Übrigen nach den gesetzlichen Bestimmungen; zu Haftungsausschlüssen oder -begrenzungen ist er nicht berechtigt. Dies gilt auch gegenüber Dritten, die in den Schutzbereich der Vertragsbeziehung einbezogen werden, sowie für deren gesetzlichen Vertreter, Arbeitnehmer, Mitarbeiter und sonstigen Verrichtungs- und Erfüllungsgehilfen

§ 13 Produkthaftung/Rückruf/Freistellung/Haftpflichtversicherungsschutz
1. Soweit der Lieferant für einen Produktschaden verantwortlich ist, ist er verpflichtet, uns insoweit von Schadensersatzansprüchen Dritter freizustellen, als die Ursache in seinem Herrschafts- und Organisationsbereich gesetzt ist und er im Außenverhältnis selbst haftet.
2. In diesem Rahmen ist der Lieferant auch verpflichtet, etwaige Aufwendungen zu erstatten, die sich aus oder im Zusammenhang mit einer von uns durchgeführten Rückrufaktion ergeben, soweit diese behördlich oder gerichtlich angeordnet oder zur Vermeidung einer Gefahr von Leben, Körper oder Gesundheit oder eines unverhältnismäßigen Schadens oder wegen Umständen erforderlich ist, die einen sorgfältigen Kaufmann zur Abwendung drohender – auch nichtvermögensrechtlicher – Schäden veranlassen könnte, eine Rückrufaktion oder Warnung durchzuführen. Über Inhalt und Umfang der durchzuführenden Maßnahme werden wir den Lieferanten –soweit möglich und zumutbar – unterrichten und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme geben.
3. Der Lieferant ist verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung in angemessenem Umfang zu unterhalten und auf Verlangen nachzuweisen.

§ 14 Zusätzliche besondere Bedingungen für Druckobjekte und publizistische Werke
1. Die von uns bestellten Druckobjekte/publizistischen Werke dürfen neben dem von uns vorgegebenen Impressum keine zusätzlichen Lieferantenvermerke tragen.
2. Bei technischen Problemen (z. B. zwischen Satz, Repro, Papier, Druck und Weiterverarbeitung) hat sich der Auftragnehmer vor Beginn der Arbeiten bzw. unverzüglich nach Entdecken mit uns abzustimmen.
3. Wir prüfen die vom Lieferanten bereits nach fachlichen Gesichtspunkten überprüften Vor- und Zwischenerzeugnisse nur, sofern wir einen gesonderten Korrekturwechsel in Textform angefordert haben. In diesem Fall erfolgt eine Freigabe mit oder ohne Änderungen. Werden uns mit Änderungen freigegebene Erzeugnisse nochmals zur Prüfung übergeben, prüfen wir nur noch die jeweils auf unsere Weisung ausgeführten Korrekturen. Das Gleiche gilt für alle sonstigen von uns zur weiteren Herstellung erfolgten Freigabeerklärungen. Durch den Lieferanten in einem bereits korrigierten Auftragsteil neu verursachte Fehler und nach Ausführung und Prüfung der jeweiligen Korrekturen des Lieferanten bzw. nach Druckreiferklärung entstandene Fehler gehen zulasten des Lieferanten. Auf unser Verlangen hat jener nach seiner Wahl den Mangel zu beseitigen oder ein neues Werk herzustellen. Haben wir schon weiterverarbeiten lassen, so trägt der Lieferant auch die Kosten hierfür. Weitergehende Rechte bleiben vorbehalten.

§ 15 Mindestlohngesetz (MiLoG)
1. Der Auftragnehmer verpflichtet sich zur Einhaltung des MiLoG und bestätigt, dass er nicht von der Vergabe öffentlicher Aufträge ausgeschlossen ist. Änderungen wird der Auftragnehmer unverzüglich in Textform mitteilen. In gleicher Weise verpflichtet sich der Auftragnehmer, die von ihm beauftragten Unterauftragnehmer auf die Einhaltung des MiLoG zu verpflichten und entsprechende Bestätigungen einzuholen und diese dem Auftraggeber nach Aufforderung zu übermitteln.
2. Im Fall einer Inanspruchnahme der S-Payment durch Dritte (§ 13 MiLoG, § 14 AEntG) wird der Auftragnehmer die S-Payment von diesen Ansprüchen. Der Auftragnehmer trägt die aus der Rechtsverteidigung entstehenden Aufwendungen und Kosten.

§ 16 Datenschutz
1. Die der jeweils anderen Partei überlassenen personenbezogenen Daten werden nur zur Erfüllung der zwischen den Parteien vereinbarten vertraglichen Zwecke elektronisch gespeichert, verarbeitet oder genutzt bzw. an Dritte weitergeleitet.
2. Ist der Lieferant im Verhältnis zu uns Auftragnehmer im Sinne des § 11 BDSG, sind die Vorschriften über die Auftragsdatenverarbeitung zwingend zu beachten.

§ 17 Insolvenz
Stellt ein Vertragspartner seine Zahlungen ein oder beantragt er selbst die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über sein Vermögen oder ein außergerichtliches Vergleichsverfahren oder wird das Insolvenzverfahren oder außergerichtliche Vergleichsverfahren eröffnet oder mangels Masse abgelehnt, so ist der andere berechtigt, von dem Vertrag insoweit zurückzutreten, als er noch nicht erfüllt wurde.

§ 18 Anwendbares Recht/Erfüllungsort und Gerichtsstand
1. Es gilt ausschließlich deutsches Recht unter Ausschluss des Kollisionsrechts. Die Bestimmungen des UN-Kaufrechts finden keine Anwendung.
2. Ist von uns ein Empfangs- oder Leistungsort vorgegeben, ist dieser Erfüllungsort. Ansonsten ist Erfüllungsort Stuttgart. Gerichtsstand für beide Teile ist Stuttgart. Sätze 1 und 2 gelten nur, sofern der Lieferant Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist oder keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat.

Allgemeine Liefer- und Zahlungsbedingungen der S-Payment GmbH
Gültig ab 01. September 2016

§ 1 Allgemeines/Geltungsbereich
1. Unsere Allgemeinen Liefer- und Zahlungsbedingungen gelten ausschließlich; an entgegenstehende oder von unseren Verkaufsbedingungen abweichende Bedingun-gen des Bestellers sind wir nur insoweit ge-bunden, als wir ihrer Geltung in Textform zu-gestimmt haben. Unsere Allgemeinen Liefer- und Zahlungsbedingungen gelten auch dann, wenn wir die Lieferung in Kenntnis entgegen-stehender oder abweichender Bedingungen des Bestellers vorbehaltlos ausführen.
2. Alle vertraglichen Vereinbarungen zwi-schen uns und dem Besteller bedürfen der Textform.

§ 2 Angebot
1. Unsere Angebote stellen nur eine Aufforderung an den Besteller dar, ein Angebot abzugeben und sind freibleibend. Soweit eine Auftragsbestätigung nicht er-folgt, gilt die Lieferung von Ware als An-nahme des Angebots des Bestellers.
2. Wir behalten uns geringfügige Abweichungen gegenüber Abbildungen und Angaben aus den Angeboten aus produktionstechnischen Gründen oder zur technischen Verbesserung vor. Dies gilt nur für solche Änderungen oder Abweichungen, die unter Berücksichtigung unserer Interes-sen für den Besteller zumutbar sind.
3. Auf der Bestellung ist die Umsatzsteuer- Identifikationsnummer anzugeben.

§ 3 Zahlungsbedingungen
1. Unsere Preise bestimmen sich nach den zum Zeitpunkt der Bestellung für den be-stimmten Artikel geltenden Preislisten.
2. Rechnungsbeträge sind ohne Abzug nach Lieferung zur Zahlung fällig und werden bei Vorliegen der Voraussetzungen im Last-schrifteinzugsverfahren reguliert.
3. Aufrechnungsrechte stehen dem Besteller nur zu, wenn seine Forderung rechtskräftig festgestellt oder unbestritten ist.
4. Sonderbestimmungen gegenüber Unternehmern, juristischen Personen des öf-fentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichem Sondervermögen:
a) Die gesetzliche Mehrwertsteuer ist nicht in unseren Preisen eingeschlossen. Sie wird in gesetzlicher Höhe am Tag der Rechnungs-stellung in der Rechnung gesondert ausge-wiesen.
b) Wir behalten uns bei Druckaufträgen Mehr- oder Minderlieferungen bis zu maxi-mal 5 % der bestellten Warenmenge vor. Be-rechnet wird die gelieferte Menge. Insoweit steht uns ein Leistungsbestimmungsrecht zu.

§ 4 Gefahrübergang
1. Beim Verbrauchsgüterkauf gilt die gesetzliche Regelung.
2. Im Übrigen geht die Gefahr auf den Besteller über – auch dann, wenn frachtfreie Lieferung vereinbart ist –, wenn die Lieferung von uns oder unserem Erfüllungsgehilfen (unser Lieferant/Versender) dem Spediteur, Frachtführer oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder An-stalt ausgeliefert ist oder bei uns oder unse-rem Erfüllungshilfen (unser Lieferant/ Ver-sender) abgeholt wird. Für Transportschäden haften wir nicht. Verzögert sich der Versand oder die Abholung auf Wunsch des Bestel-lers, so geht die Gefahr mit dem Zeitpunkt der Versandbereitschaft auf den Besteller über.
3. Bei etwaigen Transportschäden sind zu de-ren zügigen Abwicklung dem Anlieferer eine schriftliche Meldung und uns gleichzeitig das Schadensprotokoll bzw. die Tatbestandsauf-nahme sofort zu schicken.

§ 5 Prüfpflichten/Mängelrechte/Haftung
1. Alle Lieferungen und Leistungen sind so-fort nach Empfang zu prüfen. Beanstandun-gen sind unverzüglich in Textform mitzutei-len. Offensichtliche Mängel können nur bin-nen einer Frist von einer Woche geltend ge-macht werden.
2. Soweit von uns Korrekturabzüge über-sandt werden, sind diese vom Besteller zu prüfen und uns unverzüglich ggf. mit Korrek-turen versehen als „druckreif erklärt“ in Text-form zurückzugeben. Wir haften nicht für vom Besteller übersehene Fehler.
3. Mit Ausnahme beim Verbrauchsgüterkauf über neue Sachen, für den die gesetzliche zweijährige Verjährungsfrist gilt, verjähren Mängelrechte nach Ablauf eines Jahres ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Bei ei-ner von uns zu vertretenden Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie bei ei-nem sonstigen Schaden, der auf einer vor-sätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtver-letzung beruht, sowie bei arglistigem Ver-schweigen eines Mangels und bei Rückgriffs-ansprüchen nach § 478 f BGB gelten die ge-setzlichen Verjährungsfristen. Liegt ein Mangel vor, der in einem dinglichen Recht ei-nes Dritten auf Herausgabe der Kaufsache besteht (§ 438 I 1 BGB) beträgt die Verjäh-rungsfrist 5 Jahre; ebenso bei Mängelansprü-chen bei einem Bauwerk und bei einer Sache, die entsprechend ihrer üblichen Verwen-dungsweise für ein Bauwerk verwendet worden ist und dessen Mangelhaftigkeit ver-ursacht hat.
4. Im Übrigen gelten für die Mängelrechte des Bestellers die gesetzlichen Regelungen. Gegenüber Unternehmern, juristischen Per-sonen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichem Sondervermögen steht bei berechtigten Nacherfüllungsansprüchen das Wahlrecht, den Mangel zu beseitigen oder eine mangelfreie Sache zu liefern (§ 439 I BGB), jedoch uns zu.
5. (a) Wir haften für Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, arglistigem Ver-schweigen eines Mangels sowie für eine Be-schaffenheitsgarantie oder bei gesetzlich zwingend vorgeschriebener Haftung z. B. nach dem Produkthaftungsgesetz unbe-schränkt. Bei Verzug, Unmöglichkeit oder Verletzung einer wesentlichen Vertrags-pflicht (Kardinalpflicht) haften wir bei einfa-cher Fahrlässigkeit nur auf den voraussehba-ren typischen Schaden (vertragstypischer Durchschnittschaden). Kardinalpflichten sind Pflichten deren Erfüllung die ordnungsge-mäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf. Im Übrigen wird die Haftung ausgeschlossen.
(b) Gegenüber Unternehmern, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffent-lich-rechtlichem Sondervermögen haften wir auch nicht für so genannte Mangelfolgeschä-den, entgangenen Gewinn und sonstige Ver-mögensschäden, es sei denn, die Vorausset-zungen nach Nr. 5 (a) Satz 1 liegen vor.
(c) Die Haftungsbeschränkung gilt auch ge-genüber Dritten, die in den Schutzbereich der Vertragsbeziehung einbezogen werden so-wie zu Gunsten unserer gesetzlichen Vertre-ter, Arbeitnehmer, Mitarbeiter und sonstigen Verrichtungs- und Erfüllungsgehilfen.

§ 6 Rücktritt
So weit es sich nicht um einen Mangel der Kaufsache oder des Werkes handelt ist der Besteller zum Rücktritt nur bei einer von uns zu vertretenden Pflichtverletzung berechtigt.

§ 7 Eigentum/Urheberrecht/Nutzungs- und Verwertungsrechte
1. Die gelieferte Ware bleibt unser Eigentum bis zur vollständigen Zahlung des Kaufprei-ses.
2. Die Einräumung bzw. Übertragung von Nutzungs- und Verwertungsrechten bedarf einer gesonderten Vereinbarung. Soweit ge-lieferte Sachen ohne die Einräumung bzw. Übertragung von Nutzungsrechten nicht be-stimmungsgemäß verwendet werden kön-nen, gelten diese mit vollständiger Zahlung des Kaufpreises insoweit als eingeräumt. Im Übrigen stehen Nutzungs- und Verwertungs-rechte an unseren Werken, Lieferungen und Leistungen ausschließlich uns zu. Für Soft-wareprodukte gelten die dem Produkt beige-fügten jeweiligen Endbenutzer- Lizenzbedingungen.

§ 8 Datenschutz Die uns überlassenen personenbezogenen Daten werden von uns elektronisch gespei-chert, verarbeitet und nur zur Erfüllung ver-traglicher Zwecke genutzt oder an Dritte wei-tergeleitet. Sie sind berechtigt, eine etwaige Einwilligung zur Speicherung und Weiterver-arbeitung ihrer Daten zu anderen Zwecken jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu wi-derrufen. In diesem Fall sind wir nur berech-tigt, ihre Daten zu Zwecken der Vertrags-durchführung zu nutzen und in diesem Rah-men an Dritte, insbesondere an Kreditinsti-tute und Vertragspartner weiterzugeben.

§ 9 Anwendbares Recht/Gerichtsstand/Er-füllungsort
1. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
2. Erfüllungs-/Zahlungsort sowie Gerichts-stand ist Stuttgart, sofern der Besteller Kauf-mann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sonderver-mögen ist oder keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat.