Die Zukunft des Bezahlens im Handel ist kontaktlos

16.09.2021

Der bereits hohe Kontaktlos-Anteil an bargeldlosen Transaktionen steigt weiter: In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind mehr als Dreiviertel der bargeldlosen Zahlungen kontaktlos. Im Lebensmitteleinzelhandel und in Bäckereien liegen die Quoten sogar bei über 90 Prozent, wie die Concardis GmbH berichtet.

Das PayTech-Unternehmen Concardis hat in einer vor kurzem veröffentlichten Studie die Anteile kontaktloser Zahlungen seiner angeschlossenen Händler:innen in der DACH-Region ausgewertet. Die Zahlen seien nicht nur nach wie vor auf einem hohen Niveau, sondern würden noch weiter steigen. Im Branchenschnitt betrage die Kontaktlosquote in Deutschland mittlerweile 77 Prozent, in Österreich 82 Prozent und in der Schweiz 80 Prozent. In einigen Branchensegmenten werde bereits nahezu jede Zahlung mit Karte oder Smartphone kontaktlos abgewickelt.

Die Nutzung der Kontaktlosfunktion finde mittlerweile sowohl unabhängig von den Entwicklungen der Pandemie als auch von bestimmten Branchen und Zielgruppen statt. Ob im Schuhladen, in der Drogerie oder im Blumengeschäft – die Kontaktlosquote sei im Juni 2021 im gesamten Einzelhandel verglichen mit dem Vorjahresmonat nochmal um bis zu zehn Prozentpunkte gestiegen, so Concardis. In Österreich bezahlten nahezu alle beim Lebensmittelhändler (91 Prozent) oder in der Bäckerei (95 Prozent) kontaktlos, wenn mit Karte oder Smartphone gezahlt werde. In Deutschland und der Schweiz lägen die Werte bei Bäckereien ebenfalls sehr hoch (95 Prozent; 92 Prozent), im Lebensmittelhandel sei der Anteil mit jeweils rund 85 Prozent in beiden Ländern noch etwas niedriger, steige aber kontinuierlich auch nach einem Jahr Pandemie.

Kontaktlos-Zahlungen in der DACH-Region

© 2021 Concardis GmbH

Pandemie als Trendbeschleuniger
Die Corona-Pandemie habe einen bereits vorhandenen Trend in der DACH-Region stark angeschoben:

„Wir wären mit Sicherheit auch ohne diesen Beschleuniger auf dem hohen Niveau von Kontaktloszahlungen angelangt, aber erst in einigen Jahren. Immer mehr Menschen nutzen Tap-And-Go, immer mehr Händler bieten es an und fordern aktiv dazu auf – es wird zur Normalität. Die Zukunft des Bezahlens im Einzelhandel ist kontaktlos“, sagt Robert Hoffmann, CEO von Concardis und Nets Merchant Services.

Der Anteil kontaktloser Transaktionen bei bargeldlosen Zahlungen in der DACH-Region werde auch künftig weiter steigen, prognostiziert Hoffmann. „Wer einmal die Tap-And-Go-Funktion genutzt hat, für den ergibt es keinen Sinn mehr, die Karte in das Lesegerät zu stecken, statt es davor zu halten. Es geht insgesamt schneller, meist ohne Eingabe von PIN oder Unterschrift.“ Nicht nur der Komfort und die Geschwindigkeit würden die Anteile immer weiter erhöhen: „Wir werden zunehmend mehr mit Smartphones und Wearables bezahlen. Mit der zunehmenden Digitalisierung, dem Abbau von Vorbehalten und der kundenzentrierten Weiterentwicklung von Prozessen und Lösungen wird das Bezahlen digitaler, smarter und damit automatisch zunehmend kontaktlos“, so Hoffmann. Er merkt außerdem an:

„Neue Soft-POS-Lösungen auf der Händlerseite – also Zahlungsapps auf dem Smartphone oder Tablet, statt Kartenlesegeräte – werden außerdem dazu beitragen, dass sich der Standard beim Bezahlen insgesamt verschiebt: In wenigen Jahren werden Magnetstreifen und EMV-Chip beim bargeldlosen Bezahlen an der Ladenkasse nur noch in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen und oft gar nicht mehr möglich sein.“

Für Händler:innen wie für Kund:innen seien die Vorteile durch das veränderte Konsumentenverhalten groß: Das Kassieren gehe deutlich schneller, was Wartezeiten verkürze. Gerade bei Beträgen unter 50 Euro sei meist weder PIN noch Unterschrift nötig. Das mache den Bezahlvorgang dem PayTech-Unternehmen zu Folge sehr einfach und komfortabel für Verkäufer:innen und Kund:innen. Händler:innen profitierten darüber hinaus beim bargeldlosen Bezahlen noch von automatisierten Reportings, einem Überblick über alle Zahlungsströme auch auf dem Handy sowie Schnittstellen zu nachfolgenden Prozessen wie der Finanzbuchhaltung.