Ganz normal einkaufen, aber innovativ bezahlen

24.08.2021

Knapp 70 Prozent der Verbraucher wollen nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder ganz normal einkaufen, beim Bezahlen aber nicht zu alten Gewohnheiten zurückkehren. Das ergab eine repräsentative Befragung von Kunden und Händlern im Auftrag der Euro Kartensysteme (EKS).

Knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) sagte, dass Bargeld für sie heute wesentlich weniger wichtig ist als noch vor zehn Jahren. Ganz einfach, weil es inzwischen genügend andere Bezahlverfahren gebe. Demzufolge hätten die Verbraucher immer weniger Münzen und Scheine in der Tasche: Jeder Dritte (33 Prozent) gab an, heute weniger Bargeld dabeizuhaben als noch vor zehn Jahren; und fast die Hälfte (46 Prozent) würde auch seltener Bargeld abheben. 

Trend zur Karte setzt sich fort 
Mit Karte, insbesondere mit Girocard, zu zahlen, sei heute für die deutschen Verbraucher ein normaler Vorgang und kontaktloses Bezahlen mittlerweile absoluter Standard an der Ladenkasse. Der Trend zum bargeldlosen Bezahlen habe sich hierzulande vor allem in den letzten Jahren stark beschleunigt: Allein von 2016 bis 2020 habe sich laut der EKS die Zahl der Girocard-Transaktionen fast verdoppelt (2016: 2,9 Milliarden/2020: 5,5 Milliarden). 

Auch im von der Pandemie geprägten ersten Halbjahr 2021 verzeichnete die Debitkarte der Deutschen Kreditwirtschaft erneut ein Plus bei Transaktions- und Umsatzzahlen. Die Anzahl der Bezahlvorgänge sei verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent auf 2,71 Milliarden gestiegen (1. Halbjahr 2020: 2,59 Milliarden). Der Umsatz in den ersten sechs Monaten betrage 114 Milliarden Euro. Dies entspreche einem Anstieg um zwei Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 (112 Milliarden Euro).

Als Katalysator brachte die Pandemie laut EKS vor allem einen weiteren deutlichen Schub für die besonders schnelle und hygienische kontaktlose Zahlung - mit herkömmlicher physischer oder digitaler Karte im Smartphone. Über das gesamte erste Halbjahr 2021 seien rund zwei Drittel (64 Prozent) aller Girocard-Zahlungen kontaktlos gewesen (1. Halbjahr 2020: 46 Prozent).

Kunden und Händler sind sich einig
Auch zwei Drittel (64 Prozent) der Händler würden seit Beginn der Pandemie in ihren Geschäften einen Anstieg der kontaktlosen Zahlungen sehen. Dem Bedarf der Kunden nach Kartenzahlung würden die Händler in großer Mehrheit nachkommen: 92 Prozent bieten laut der EKS-Befragung Zahlungen mit Girocard mittels Stecken und 90 Prozent – beinahe ebenso viele – ihre kontaktlose Variante. 

Insbesondere Letzteres sei im Handel beliebt: Je neun von zehn Händlern fänden kontaktloses Bezahlen bequem (90 Prozent) sowie einfach und unkompliziert (89 Prozent). Auch das Bezahlen mit der digitalen Girocard im Smartphone komme gut an: 81 Prozent stuften es etwa als bequem ein. Obwohl das mobile Bezahlen in Deutschland noch relativ jung sei, genieße die digitale Girocard bereits hohes Vertrauen: 68 Prozent der befragten Händler fänden sie vertrauenswürdig und bereits 59 Prozent seien von ihrer Sicherheit überzeugt.