Karte als Symbol gegen schwimmenden Plastikmüll

27.01.2021

Giesecke+Devrient (G+D) und die Umweltorganisation Parley for the Oceans (Parley) wollen gemeinsam umweltfreundliche Zahlungskarten produzieren. Die Karten sollen aus recycelten Plastikabfällen aus den Weltmeeren hergestellt werden.

Giesecke+Devrient (G+D), ein Banknotendrucker, Hersteller von Geldbearbeitungssystemen und Sicherheitsdienstleister aus München, hat eine Kooperation mit der Umweltorganisation Parley for the Oceans bekannt gegeben. Parley setzt sich dafür ein, das Bewusstsein für die Gefährdung der Ozeane in der Öffentlichkeit zu schärfen und begleitet Projekte gegen die Zerstörung der Weltmeere. 

Parley arbeitet mit führenden Unternehmen aus verschiedenen Branchen zusammen und verfolgt gemeinsam mit ihnen die AIR-Strategie – Avoid, Intercept, Redesign: Sie zielt darauf ab, Plastik zu vermeiden, wo immer es möglich ist, Plastik abzufangen, bevor es unsere Ozeane und unsere Umwelt erreicht, sowie Materialien, Herstellmethoden und Produkte neu zu gestalten, die mehr im Einklang mit der Natur stehen.

Eine konkrete Aktivität von Parley ist es, Plastikmüll aus Ozeanen, Flüssen und an Stränden zum Zweck des Up- und Recyclings zu sammeln. G+D will mit der Kooperation Banken bei ihrer Nachhaltigkeitsstrategie unterstützen und ökologische Innovationen auch bei Bezahllösungen fördern.

Eine Vereinbarung im Sinne der Umwelt 

Die Kooperation zwischen G+D und Parley bestehe darin, dass G+D Zahlungskarten produziert, die auf den von Parley bereitgestellten Rohmaterialien basieren. G+D teilte mit, dass sie die neuen Karten unter dem Namen Convego Parley Ocean Card anbieten werden. Parley liefert den Rohstoff in Form von Kunststoffgranulat, -ballen und -flocken, die aus recycelten Kunststoffabfällen wie beispielsweise Hochseenetzen oder Plastiktüten stammen, die in den Weltmeeren treiben.

Bisher wolle G+D in erster Linie Zahlungskarten aus dem Meeresplastik produzieren, die Herstellung weiterer Produkte sei aber nicht ausgeschlossen. Darüber hinaus möchten G+D und Parley in Zukunft bei der Erforschung und Entwicklung alternativer umweltfreundlicher Materialien eng zusammenarbeiten. 

Vor allem die neue, jüngere Kundengeneration legt großen Wert auf nachhaltige Produkte und Dienstleistungen und erwartet von Unternehmen ein hohes Umweltbewusstsein. Die Karte aus Meeresplastik bietet eine Gelegenheit, auf die Anforderungen der ökologisch engagierten jungen Kunden stärker einzugehen: Die Banken können soziale Verantwortung zeigen und ihre Kunden zu einem umweltfreundlicheren Lebensstil ermutigen. Dafür steht die Recycling-Karte als Symbol. 


Andere setzen auf Kirschholz oder Maisstärke 

Die Recycling-Karte von G+D ist nicht das einzige nachhaltige Kartenprodukt im Payment-Bereich. Das Fintech Treecard aus London beispielsweise hat gemeinsam mit der Öko-Online-Suchmaschine Ecosia eine Karte aus nachhaltig gewonnenem Kirschholz auf den Markt gebracht. Der Kartenkern der sogenannten Treecard besteht aus recycelten Plastikflaschen. Außerdem werden für Zahlungen mit der Kirschholz-Karte Bäume gepflanzt. 

Die HypoVereinsbank wiederum setzt bei ihrer nachhaltigen Zahlungskarte auf Maisstärke als Rohstoff und übernimmt zudem für jeden Online-Einkauf ihrer Kunden den CO2-Ausgleich. Die Bank möchte so einen kleinen Teil zur Vermeidung von Plastik-Müll beitragen.


Über Giesecke und Devrient 

Giesecke+Devrient (G+D) ist ein weltweit tätiger Konzern für Sicherheitstechnologie mit Hauptsitz in München. In den Bereichen Bezahlen, Konnektivität, Identitäten und Digitale Infrastrukturen gehört G+D mit seinen Produkten und Lösungen zu den Markt- und Technologieführern. Das 1852 gegründete Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 mit 11.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 2,45 Milliarden Euro. G+D ist in 33 Ländern präsent. Zu den Kunden zählen unter anderem Zentral- und Geschäftsbanken, Mobilfunkanbieter, Automobilhersteller, Krankenkassen sowie Regierungen und Behörden.