Mögen die Payment-Spiele beginnen

10.09.2021

Die Digitalisierung schreitet auch in Sport Stadien und -Arenen voran - zum Start der neuen Saison 2021/2022 weiten zahlreiche Betreiber:innen, Vereine und Stadion-Caterer in den Sportarten Fußball, Handball und Eishockey ihre Services mit digitalen Paymentangeboten aus, um den Fans ein modernes Stadionerlebnis zu bieten.

Das Bezahlverhalten der Verbraucher:innen hat sich nachhaltig verändert. Bereits über die letzten Jahre verlor Bargeld sukzessive an Bedeutung, die Beliebtheit bargeldloser Zahlungsmittel dagegen stieg. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat den Trend zum bargeldlosen Bezahlen stark vorangetrieben. Denn jetzt rückten beim Bezahlen am Point-of-Sale (PoS) – für die Konsument:innen und Händler:innen gleichermaßen– die Aspekte Hygiene und Schnelligkeit in den Fokus.

Besonders kontaktlose Zahlungen erfüllen diese Anforderungen und machen das Bezahlen für beide Seiten sicherer und bequemer. Inzwischen akzeptiert ein Großteil der Händler:innen am PoS auch elektronische Zahlungsmittel und bittet Kund:innen aktiv darum, nach Möglichkeit bargeldlos zu bezahlen. Zudem bedient der Handel mit dem Angebot bargeld- und kontaktloser Bezahlmethoden den Wunsch der Verbraucherinnen und Verbraucher, das Zahlungsmittel an der Ladenkasse flexibel auswählen zu können. Neben einer höheren Zufriedenheit ihrer Kund:innen können die Akzeptanten gleichzeitig die anfallenden Kosten für das Bargeld-Handling (Zählen, Verpacken, Werttransporte, Falschgeld- und Diebstahl-Risiko etc.) reduzieren. 

Bratwurst, Bier und Fan-Trikot bargeldlos bezahlen
Diese positive Entwicklung führt dazu, dass die Verbraucher:innen nunmehr erwarten, überall bargeldlos bezahlen zu können. Auch die Betreiber:innen von Stadien haben in den vergangenen Jahren zunehmend den Bedarf nach modernen Bezahlsystemen erkannt. Besonders die Erfahrungen der Corona-Pandemie haben viele Stadionbetreiber:innen dazu bewogen, die Einführung zu beschleunigen und ab der Saison 2021/2022 bargeld- und kontaktlose Zahlverfahren anzubieten.

Mit der Akzeptanz der gängigen Zahlungsmittel, die auch außerhalb der Arenen viel genutzt werden (zum Beispiel girocard oder Kreditkarte), wird der Stadionbesuch für die Fans noch komfortabler. Die Implementierung ermöglicht den Fans zudem das kontaktlose Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch sowie über Bezahl-Apps.

Von der Umrüstung profitieren auch die Stadionbetreiber:innen und Caterer: Das Angebot von Kartenzahlungen begünstigt Spontankäufe und zeichnet sich im Durchschnitt durch eine höhere Bonsumme aus. Zudem senkt bargeldloses Bezahlen auch im Stadion die Kosten für das Bargeld-Handling.

Payment-Offensive zur neuen Saison 2021/2022
Pünktlich zum Start der neuen Sportsaison 2021/2022 (Fußball, Handball, Eishockey) werden auch in den Stadien des VfL Bochum, DSC Arminia Bielefeld, Borussia Mönchengladbach, FC Ingolstadt 04, SC Freiburg, 1. FC Nürnberg, HBW Balingen, SC Magdeburg, SV Werder Bremen, VfL Gummersbach, EV Landshut und ERC Ingolstadt bargeld- und kontaktlose Zahlungsmittel akzeptiert. Bezahlen können die Fans mit allen gängigen Girocards, Kreditkarten und app-basierten Bezahlverfahren per Smartphone oder Smartwatch, zum Beispiel über die App „Mobiles Bezahlen“ der Sparkassen sowie über Apple Pay oder Google Pay.

Stadionprojekte_S-Payment
© S-Payment GmbH

Eine Übersicht der laufenden Stadionprojekte in Zusammenarbeit mit der S-Payment GmbH

Die Umstellung auf „cashless Payment“ erfolgt in den Stadien sowohl bei stationären als auch mobilen Kiosken. Vereinzelt wird die Kartenakzeptanz auch bei den sogenannten Bierläufer:innen, welche die Besucher und Besucherinnen direkt am Platz mit Bier versorgen, umgesetzt. Zudem werden auch in Fanshops und an den Ticketkassen Alternativen zur Barzahlung geboten.

Der neue Service bietet den Zuschauer:innen eine Reihe an Vorteilen: In der Halbzeit muss es schnell gehen, nur ungern reihen sich die Fans in die häufig langen Warteschlangen für Getränke, Essen oder Merchandise ein. Die Suche nach Münzen und Scheinen im Geldbeutel verlangsamt den Betrieb an den Kassen. 
Bargeldlose Zahlungen hingegen bieten den Fans einen schnellen, einfachen und bequemen Bezahlvorgang. Dabei entfällt die Herausgabe von Wechselgeld und die Wartezeiten werden verkürzt.

Zudem können die Besucher:innen nicht nur bargeldlos sondern zugleich auch kontaktlos bezahlen. Aufgrund der in diesem Bereich typisch kleineren Beträge unter 50 Euro ist dabei in der Regel keine PIN-Eingabe am Kartenterminal erforderlich. Besonders im Hinblick auf die Corona-Pandemie erfolgt das Bezahlen in den Stadien damit wesentlich hygienischer und schneller. 

Die bisher eingesetzten Bezahlsysteme variierten von Stadion zu Stadion, in den meisten wurde Bargeld akzeptiert – teilweise konnten auch dort schon bargeldlose Prepaid-Bezahlmöglichkeiten genutzt werden. Der FC Ingolstadt 04, der SV Werder Bremen und der VfL Gummersbach setzten bislang auf die girogo-Funktion der girocard. Hierfür mussten die Besucher:innen auf den Chip ihrer girocard einen Geldbetrag laden, um das Guthaben dann im jeweiligen Stadion nutzen zu können. Durch die Modernisierung der Bezahlinfrastruktur können Gäste ab sofort auf das vorherige Aufladen verzichten und modernere Zahlverfahren nutzen.

Bei den Clubberern gibt es bald auch Pre-Ordering
Im Max-Morlock-Stadion konnten die Fans bereits Mitte Juli beim Testspiel des 1. FC Nürnberg gegen den TSV 1860 München den neuen Service ausprobieren und auch bargeld- und kontaktlos bezahlen. Insgesamt wurden in Kooperation mit der Sparkasse Nürnberg und dem Caterer Aramark 135 Kassen und Kartenterminals in den Fanshops und Kiosken installiert. Die Sparkasse Nürnberg übernahm die Projektleitung und brachte sowohl ihr Know-how als auch finanzielle Mittel der Sparkassen-Finanzgruppe ein. Der Gastronomiepartner unterstützt übrigens auch die Umstellung in den Stadien des VfL Bochum sowie von Borussia Mönchengladbach. 

Die neue Payment-Infrastruktur soll bis zum Ende der Saison mit einem Pre-Ordering System erweitert werden. Darüber können die Besucher:innen schon auf dem Weg zum Spiel ihre Snacks und Getränke per Online-Zahlung vorbestellen. Bei der Ankunft im Stadion können sie die Bestellung dann ohne lange Wartezeit direkt an den Sitzplatz mitnehmen. Außerdem sollen die mobilen Verkäufer:innen mit einem All-in One Terminal ausgestattet werden.
Bargeldlos Bezahlen_Clubkarte_1FC Nürnberg
© Daniel Marr

Auch im Stadion des DSC Arminia Bielefeld soll ein Pre-Ordering System zum Einsatz kommen. Diese Payment-Neuerung wird mit den laufenden Projekten erstmals gemeinsam mit der S-Payment in Stadien der 1. und 2. Fußball-Bundesliga eingeführt.

Schwarz, Weiß, Grün - und bargeldlos
Zum Start in die neue Bundesligasaison 2021/2022 können auch die Fans in Mönchengladbach flächendeckend elektronisch bezahlen: Im gesamten Stadion sowie im Biergarten hinter der Nordkurve hat Borussia Mönchengladbach mit der Stadtsparkasse Mönchengladbach als Partner 265 Bezahlterminals installiert. Damit baut der Verein sein Portfolio an Zahlungsarten im Borussia-Park aus – Barzahlungen werden aber weiterhin akzeptiert.

"Wir erweitern unseren Service und möchten, dass unsere Fans noch einfacher und schneller die gastronomischen Angebote im BORUSSIA-PARK nutzen können", betont Guido Uhle, Prokurist von Borussia Mönchengladbach.

Mark Giesen, Abteilungsleiter Electronic Banking bei der Stadtsparkasse Mönchengladbach, ist überzeugt, dass die Fans die Vorteile der erweiterten Bezahlmöglichkeiten schnell zu schätzen wissen.

"Mehr als Karte oder Handy und Eintrittskarte brauchen die Fans im Stadion nicht. Bargeldlos zahlen ist einfach und wird auch im BORUSSIA-PARK schon bald ganz selbstverständlich sein."

Neues Payment im neuen Stadion 
Auch im Schwarzwald wird das bargeldlose Bezahlen vorangetrieben: Im Europa-Park Stadion, dem neuen Heimstadion des SC Freiburg, können die Zuschauer:innen künftig am Ticketschalter, im Fanshop und an der Würstchenbude schnell, einfach und kontaktlos ohne Bargeld bezahlen. Erst kürzlich haben der Sport-Club und die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau ihre Partnerschaft vertieft: Seit Juni 2021 ist die Sparkasse offizieller Finanzpartner des SC Freiburg und unterstützt den Verein bei der Umsetzung der neuen Bezahlmöglichkeiten im Europa-Park Stadion. Zudem erweitert die Sparkasse im Herbst ihr Kartenportfolio mit einer SC-Kreditkarte.