Deutsche Kreditwirtschaft unterstützt European Payments Initiative

07.07.2020

Für die Beteiligung an der kommenden Projektphase der European Payments Initiative - kurz EPI - haben sich jetzt 16 führende europäische Banken und Bankenverbünde ausgesprochen. Dies teilte die Deutsche Kreditwirtschaft (DK), die Interessenvertretung der kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände, mit.

In dieser Phase solle eine Interimsgesellschaft aufgebaut werden, die zum Ziel habe, in den nächsten Monaten die künftigen europäischen Bezahlverfahren zu definieren und den Aufbau der Zielgesellschaft für EPI vorzubereiten. Die Deutsche Kreditwirtschaft, die sich bereits erfolgreich an der Schaffung eines europäischen Zahlungsverkehrsraums Sepa (Single Euro Payments Area) beteiligt hat, unterstützt das Vorhaben aktiv. 

Bei Überlegungen zu einer europäischen Bezahllösung müssten die Kundeninteressen, ein spürbarer Mehrwert sowie ein hohes Sicherheitsniveau im Mittelpunkt aller Überlegungen stehen. In der Coronakrise habe sich deutlich gezeigt, wie gut bargeldlose, kontaktlose und digitale Zahlungen funktionieren; diese Verfahren hätten bei den Bürgerinnen und Bürgern an Beliebtheit enorm gewonnen.

„Das bestärkt alle Akteure in der Weiterentwicklung des bargeldlosen digitalen Zahlungsverkehrs“, heißt es in der Pressemitteilung der DK. Beim europäischen Vorhaben EPI komme es jetzt primär darauf an, dass sich den bisher fünf Teilnehmerländern sukzessive alle EU-Mitgliedsstaaten anschließen, um gemeinschaftlich eine im Interesse der europäischen Nutzer liegende Lösung zu finden.

Mit der European Payment Initiative geht auf bundesdeutscher Ebene das Projekt #DK (Digitale Kreditwirtschaft) einher. Ziel dieses Payment-Projekts sei es, Verbrauchern und Händlern sowohl im stationären Handel als auch im E-Commerce durch eine Bündelung der bestehenden Verfahren Vorteile in der Handhabung und eine höhere Wiedererkennbarkeit zu bieten.

Die in #DK entwickelten Ansätze zahlten voll auf die EPI-Zielsetzungen ein, denn die Zusammenführung der derzeit bestehenden nationalen Bezahlverfahren Paydirekt, Giropay und später auch Kwitt und die Girocard unter einer Marke bilde eine gute Ausgangsbasis für die spätere Integration in EPI.

Zu den Gründungsmitgliedern der European Payments Initiative gehören Stand heute: BBVA, BNP Paribas, Groupe BPCE, CaixaBank, Commerzbank, Crédit Agricole, Crédit Mutuel, Deutsche Bank, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, DZ BANK, ING, KBC Group, La Banque Postale, Banco Santander, Société Générale und UniCredit.