Das Smartphone ist der Deutschen liebstes Kind

18.05.2020

Das Smartphone hat alle anderen Geräte abgehängt und ist ständiger Begleiter der Deutschen. Immer mehr Bundesbürger kommen auch auf den Geschmack, mit ihrem Smartphone statt mit Bargeld oder Plastikkarte zu bezahlen. Das zeigen zwei aktuelle Studien.

79 Prozent der Bundesbürger gehen mit ihrem Handy ins Netz. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Laptops, die 71 Prozent der Deutschen zum Surfen verwenden, und Desktop-PCs, die 58 Prozent nutzen. Zu Tablets greifen 47 Prozent der Bundesbürger, 37 Prozent sitzen vor einem Smart-TV. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen „Postbank Digitalstudie 2020“, die das Nutzungsverhalten der Deutschen vor Beginn der Corona-Krise erhoben hat. Für die Studie wurden im Februar und März dieses Jahres 3.035 Deutsche befragt.

Das Smartphone zeigt der Studie zufolge seit Jahren die größten Zuwachsraten unter den Geräten. Seien es 2015 erst 57 Prozent der Deutschen gewesen, die mit ihren Smartphones im Netz surften, hätten die Nutzungszahlen binnen fünf Jahren um knapp 40 Prozent zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der deutschen Smartphone-Nutzer erneut um drei Prozentpunkte gestiegen. Bei Laptops sei die Nutzung leicht rückläufig, Desktop-PCs würden stagnieren, Tablets hätten minimal um einen Prozentpunkt zugelegt.

Smartphone wird auch beim Bezahlen zum Alltagsbegleiter
Die Deutschen kommen auch immer mehr auf den Geschmack, im Alltag mit ihrem Smartphone statt mit Bargeld oder Plastikkarte zu bezahlen. Dies zeigt die Studie „Mobile Payment in Deutschland“ des Markforschungsunternehmens Skopos Research. Befragt wurden im Oktober 2019 je 250 Nutzer von Smartphones mit dem Betriebssystem Android, als potenzielle Nutzer von Google Pay, sowie von Apple-Smartphones mit dem Betriebssystem iOS, die sich zum Bezahlen mit Apple Pay registrieren können.

Demnach gebe es allerdings hinsichtlich Bekanntheit und Nutzung von Bezahl-Apps deutliche Unterschiede zwischen den Betriebssystemen iOS und Android. Fast jeder iOS-Nutzer kenne inzwischen Apple Pay, dagegen sei Google Pay immer noch jedem fünften Android-Nutzer unbekannt. Nahezu ein Viertel aller Apple-Pay-Kenner unter iOS-Nutzern würden bereits damit bezahlen, während dies nur für 13 Prozent aller Google-Pay-Kenner unter Nutzern von Android-Smartphones gelte.

Die Sparkassen-Finanzgruppe kann sowohl für ihre App „Mobiles Bezahlen“ für Android-Smartphones als auch für Apple Pay mit der Sparkasse überzeugende Nutzungszahlen liefern: Bei der App „Mobiles Bezahlen“ wurde im März diesen Jahres die 1-Millionen-Marke bei den Downloads überschritten. 1,012 Millionen Kunden haben die App seit dem Start im Sommer 2018 auf ihrem Smartphone installiert. Seit Januar 2019 bezahlten Sparkassen-Kunden rund 5,4 Millionen Mal ihre Einkäufe mit der App „Mobiles Bezahlen“.

Apple Pay, am 10. Dezember 2019 bei 371 Sparkassen mit einem gemeinsamen Kartenvolumen von fast 99 Prozent gestartet, gehört zu den erfolgreichsten Produkteinführungen der Sparkassen-Finanzgruppe in den letzten Jahren. Die Kunden haben dieses mobile Zahlverfahren sehr gut angenommen, und dieser Trend hält bis heute an. Die Anzahl der digitalisierten Karten und die Transaktionszahlen entwickeln sich überaus positiv.

Die Erwartungshaltung der Deutschen an die Einsatzmöglichkeiten mobiler Bezahldienste steigt laut Skopos Research im Zuge wachsender Bekanntheits- und Nutzeranteile. So können sich laut der Studie mittlerweile manche Nutzer sogar vorstellen, mit dem Smartphone den Kauf ihres Autos zu tätigen.

Kein Apple Pay im Angebot? Bankwechsel droht!
Genauer angeschaut haben sich die Studienverantwortlichen von Skopos auch, welchen Einfluss inzwischen das Thema Mobile Payment auf die grundsätzliche Beziehung zur aktuellen Hausbank nehmen kann. Konkret sehe dies unter bisherigen Nicht-Nutzern so aus: 5 Prozent würden ihre Hausbank wechseln, sollte diese Apple Pay beziehungsweise Google Pay nicht unterstützen. Und 21 Prozent würden inzwischen ein weiteres Konto bei einer anderen Bank eröffnen. Unter Verwendern von Apple-Smartphones fallen diese Werte laut der Studie noch stärker aus. Die fehlende Unterstützung von Apple Pay berge ein großes Risiko für Banken: Fast ein Drittel der derzeitigen Nichtnutzer in der Zielgruppe würde im Fall der Fälle bei einer anderen Bank ein Konto eröffnen oder sogar die Hausbank wechseln.

Die Sparkassen-Finanzgruppe ist hinsichtlich der Kundenwünsche zum mobilen Bezahlen hervorragend aufgestellt und daher bei diesem Thema kaum vom Hausbankwechsel bedroht. Nahezu alle Sparkassen bieten hierfür die App „Mobiles Bezahlen“ für Android-Smartphones sowie das Bezahlen via Apple Pay mit iPhone oder einem anderen Apple-Pay-fähigen Device an.