Vor 30 Jahren: Die Girocard startet als Bezahlkarte durch

01.10.2020

1990: Deutschland wird zum dritten Mal Fußball-Weltmeister, Musik hört man auf dem "Walkman" - und die Girocard startet noch unter dem Namen "ec-Karte" ihren Siegeszug als beliebtestes bargeldloses Zahlverfahren der Bundesbürger.

Einen Chip gab es vor 30 Jahren auf den „ec-Karten“ noch nicht. Sie funktionierten – „state of the art“ für die damalige Zeit – mit Magnetstreifen und waren zunächst nur zum Abheben von Bargeld am Geldautomaten konzipiert. 

1997 wurden die Karten mit modernster Chip-Technologie ausgestattet und können seitdem vieles, was früher technologisch undenkbar war. Im Jahr 2007 wird aus der „ec-Karte“ die Girocard. Heute kommt vor allem die Kontaktlos-Funktion – die über den NFC-Chip auf der Karte ermöglicht wird – bei den Bundesbürgern gut an. Sie führen aktuell jede zweite Girocard-Zahlung durch, ohne ihre Karte ins Terminal zu stecken. 

Eine Entwicklung, die auch die Händler und andere Akzeptanten zu schätzen wissen. Denn kontaktlose Zahlungen sind schneller und in Coronazeiten auch hygienischer als Bargeld-Zahlungen. 871.000 Bezahlterminals, die die Girocard akzeptieren, sind deutschlandweit im Einsatz, und die Akzeptanzstellen im Handel nehmen weiter zu. 

201001_30 Jahre girocard_Pressegrafik_obs EURO Kartensysteme GmbH

Banken und Sparkassen in Deutschland haben rund 100 Millionen Girocards ausgegeben (davon sind rund 46 Millionen Sparkassen-Cards). Die Marke „Girocard“ steht für den übergeordneten Rahmen der Deutschen Kreditwirtschaft für ihre zwei bewährten Debitkarten-Zahlungssysteme: das Girocard Verfahren (ehemals „electronic cash“) als Debitkarten-Zahlverfahren und das „Deutsche Geldautomaten-System“. Mit der Verwendung der persönlichen Geheimzahl (PIN = Personal Identification Number) garantiert die Deutsche Kreditwirtschaft stets den sicheren und einfachen Einsatz der Girocard. Den Namen und das Logo „Girocard“ hat die Deutsche Kreditwirtschaft 2007 eingeführt.