"Social Shopping" als neuer Trend im E-Commerce

30.09.2021

Der E-Commerce-Boom fördert einen rasanten Umbruch im Einzelhandel und bewegt viele Händler:innen in Deutschland dazu, ihr digitales Angebot auszuweiten - allerdings ist mehr als ein Drittel (40 Prozent) nicht auf die steigende Nachfrage vorbereitet.

Das ist ein Kernergebnis der „State-of-Retail“-Studie des globalen Zahlungsdienstleisters Checkout.com. Für die Studie wurden über 10.000 europäische Verbraucherinnen und Verbraucher und rund 550 E-Commerce-Entscheider:innen befragt. 

Demnach sei die Ergänzung des Online-Angebots für die Händlerinnen und Händler entscheidend, um bestehende Kund:innen zu halten und neue zu gewinnen. Fast drei Viertel der Konsumentinnen und Konsumenten (74 Prozent)  gaben an, auch weiterhin regelmäßig online einkaufen zu wollen.

01_Lieber online kaufen

© Checkout.com

Die steigende Zahl der Online-Bestellungen begünstige auch eine Zunahme von Online-Zahlungen. Gleichzeitig würden die Verbraucher:innen immer häufiger mit alternativen Zahlverfahren wie zum Beispiel digitalen Wallets oder Kryptowährungen bezahlen wollen – auf diesen schnellen Wandel seien viele der Online-Händler:innen jedoch nicht eingestellt gewesen. 

Bezahlen mit der digitalen Wallet
Der Großteil der befragten Verbraucher:innen (80 Prozent) plane digitale Wallets zu nutzen, rund 40 Prozent würden künftig sogar regelmäßig damit bezahlen wollen. In Deutschland seien digitale Wallets wie Apple Pay und Google Pay bislang zwar wenig im Einsatz, dennoch zeige sich seitens der Kund:innen eine zunehmende Nachfrage nach alternativen Zahlungsarten, so Ralph Piater-Frankenfeld, Country Manager DACH bei Checkout.com.

Wir erkennen in Deutschland einen klaren Trend hin zu alternativen und lokalen Bezahlmethoden. Diejenigen Online-Händler, die sich in der Vergangenheit auf klassische Zahlungssysteme verlassen haben, müssen daher nach Lösungen suchen, die den modernen Kundenansprüchen an Schnelligkeit und Flexibilität besser entsprechen.

02_Keine lokale Zahlungsmethode

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Unerfüllte Zahlungspräferenzen führen zu Kaufabbruch
Die Relevanz eines breiten Portfolios an Zahlungsoptionen für den Checkout im Web-Shop werde zudem mit Blick auf Kaufabbrüche deutlich: Rund 60 Prozent der Verbraucher:innen würden Bestellungen nicht abschließen, sofern ihr bevorzugtes Zahlverfahren nicht verfügbar ist. Daher akzeptiere inzwischen mehr als die Hälfte der befragten Online-Händler:innen eine Vielzahl an Bezahlmethoden. Immerhin ein Viertel der Verkäuferinnen und Verkäufer (25 Prozent) ermögliche in ihren Online-Shops schon das Bezahlen mit Kryptowährungen, weitere 49 Prozent hätten die Einführung von Krypto-Zahlungen innerhalb der nächsten 18 Monate geplant.

03_Kaufabbruch

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Social Shopping setzt einen Trend
Im Zuge des boomenden Online-Handels werde auch das „Social Shopping“ beliebter – sowohl bei den Konsument:innen als auch bei den Unternehmen. Beim Social Shopping verkaufen die Unternehmen ihre Produkte direkt über die sozialen Netzwerke an ihre Kund:innen. So erfolgt auch der Bezahlvorgang auf der Social-Media-Plattform. Laut Piater-Frankenfeld wird Social Shopping die Entwicklung neuer Zahlungslösungen im E-Commerce erheblich vorantreiben und den Online-Payment-Bereich nachhaltig verändern.

Es gibt mittlerweile eine große Bandbreite an verschiedenen und lokal unterschiedlichen Zahlungsmethoden in Europa. Für E-Commerce-Betreiber wird die Herausforderung in Zukunft darin liegen, auch Zahlungen von Kunden, die nicht auf der Webseite des eigenen Shops unterwegs sind, annehmen und vor allem leistungsfähig abwickeln zu können. Denn die Nutzer wünschen sich ein nahtloses Einkaufen mit der von ihnen bevorzugten Zahlungsmethode und ohne dabei ihre Social-Media-App verlassen zu müssen.

04_Bedeutung digitale Zahlungen für Händler

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