Bezahlen im E-Commerce: Die Rechnung, bitte!

15.05.2019

Der Kauf auf Rechnung bleibt, trotz leichter Einbußen im Jahr 2018, die umsatzstärkste Zahlungsart im deutschen Onlinehandel. PayPal liegt beim Onlinekauf weiterhin auf Platz 2. Der Großteil der befragten Onlinehändler nutzt bereits den Sicherheitsstandard 3-D Secure für die starke Kundenauthentifizierung. Das sind zentrale Ergebnisse der EHI-Studie 'Online-Payment 2019', die die EHI-Expertin Caroline Coelsch diese Woche auf dem EHI Kartenkongress in Bonn vorstellte.

Mit einem Umsatzanteil von 27,9 Prozent in 2018 verliert die Rechnung gegenüber dem Vorjahr 0,1 Prozentpunkte, hält aber ihre Position als beliebtestes Zahlungsmittel beim Online-Shoppen. PayPal legt als zweitliebstes Zahlungsmittel im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte leicht zu und landet in 2018 bei einem Anteil von 20,5 Prozent. Auf Rang drei rangiert das Lastschriftverfahren, das gegenüber 2017 ebenfalls 0,4 Prozentpunkte eingebüßt hat, mit einem Umsatzanteil von 19,7 Prozent. Die Kreditkarte befindet sich weiterhin auf Platz vier und erzielt einen Anteil von 10,7 Prozent (Vorjahr: 11,0 Prozent).

PM_1_Online-Payment2019_Umsatz-Online_RGB

Ab dem 14. September 2019 gelten für Kreditkartenzahlungen im Internet die neuen Anforderungen der Payment Service Directive 2 (PSD2) zur starken Kundenauthentifizierung (SCA). Zur Gewährleistung der SCA nutzen laut EHI-Studie bereits 68 Prozent der befragten Onlinehändler grundsätzlich den Sicherheitsstandard 3-D Secure, im Vorjahr war es erst gut die Hälfte (55 Prozent). 16 Prozent der Händler gaben an, 3-D Secure nur unter bestimmten Voraussetzungen zu nutzen. Den übrigen Händlern ist der Sicherheitsstandard laut EHI gar nicht bekannt.

40 Prozent der vom EHI befragten Händler, die 3-D Secure nutzen, beobachteten mehr Kaufabbrüche nach Auswahl der Zahlungsart Kreditkarte. Laut einem guten Drittel (37 Prozent) der Händler führt der Sicherheitsschritt aber nicht oder nur kaum zu Abbrüchen beim Bezahlen. 3 Prozent berichten sogar von weniger Abbrüchen. Die übrigen 20 Prozent haben sich zu der Frage nicht geäußert. Mehr Kundenanfragen und -beschwerden in Verbindung mit 3-D Secure verzeichneten 27 Prozent der Onlinehändler. Der Großteil der Befragten  (57 Prozent) konnte diesbezüglich aber keine oder nur kaum Veränderungen feststellen.

PM_1_Online-Payment2019_3DS-Nutzung_RGB