Immer mehr Kartenzahlungen im Euroraum

31.07.2019

Im Euro-Währungsgebiet gab es 2018 insgesamt 90,7 Milliarden bargeldlose Zahlungsvorgänge, eine Steigerung um fast acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dies meldete die Europäische Zentralbank (EZB) in ihren am vergangenen Freitag veröffentlichten Statistiken zum bargeldlosen Zahlungsverkehr für das Jahr 2018. Demnach waren 46 Prozent aller bargeldlosen Transaktionen im Euroraum Kartenzahlungen, auf Überweisungen und Lastschriften entfielen jeweils 23 Prozent. Die Anzahl der im Euro-Währungsgebiet ausgegebenen Zahlungskarten habe sich 2018 um vier Prozent auf 544 Millionen erhöht. Bei einer Gesamtbevölkerung im Euroraum von 341 Millionen sind dies laut EZB im Durchschnitt 1,6 Zahlungskarten je Einwohner. Die Gesamtanzahl der Kartenzahlungen sei im vergangenen Jahr auf 41,4 Milliarden gestiegen, dies entspreche einer Steigerung von 13 Prozent. Hierbei sei ein Umsatz in Höhe von 1,8 Billionen Euro erzielt worden. Dies entspricht laut der Statistik einem durchschnittlichen Wert von rund 44 Euro je Kartenzahlung.

Die Zahl der Überweisungen innerhalb des Euroraums sei im Jahr 2018 um 4,7 Prozent auf 21 Milliarden gestiegen. Die Bedeutung elektronisch angewiesener Transaktionen habe dabei weiter zugenommen; das Verhältnis von elektronisch
angewiesenen zu beleghaften Transaktionen beläuft sich laut EZB-Statistik inzwischen auf rund 11:1. Die relative Bedeutung der einzelnen Zahlungsdienstleistungen variierte 2018 in den einzelnen Euro-Ländern nach wie vor beträchtlich. So verzeichne im Ländervergleich Portugal mit rund 71 Prozent den höchsten Anteil an Kartenzahlungen und die Slowakei mit etwa 44 Prozent die meisten Überweisungen. Dagegen entfalle bei den Lastschriften der höchste nationale Anteil mit rund 47 Prozent auf Deutschland. Im Berichtsjahr verringerte sich laut EZB die Gesamtzahl der Geldautomaten im Euro-Währungsgebiet um 0,3 % auf 0,30 Millionen (- 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr), während die Anzahl der PoS-Terminals um 11,2 Prozent auf 10,5 Millionen stieg.

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Quelle:EZB

Anmerkung: Die Angaben zu Zeiträumen vor 2010 wurden teilweise geschätzt, da in den vorangegangenen Jahren methodische Änderungen vorgenommen wurden und einge Daten nicht zur Verfügung standen. Die von der EZB vorgenommene Schätzung gewährleistet die Vergleichbarkeit der Angaben über den gesamten Zeitraum. Statistiken zu anderen Zahlungsdienstleistungen, die sich im Jahr 2018 auf 1,8 % der Gesamtzahl der Transaktionen im Eurogebiet beliefen, werden ebenfalls erhoben.