Kontaktloses Bezahlen sorgt für Rekordwerte

07.06.2019

Die girocard ist eine deutsche Erfolgsgeschichte. Mit mehr als 3,79 Milliarden Transaktionen erreichte das Zahlungssystem der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) im Jahr 2018 einen neuen Rekord. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs von phantastischen 19,2 Prozent.

Die girocard-Umsätze lagen 2018 mit 187,4 Milliarden Euro 15,1 Prozent über dem Wert von 2017. Das girocard-System ist auch der Haupttreiber für die Trendwende beim Bezahlen im Handel: Denn zum ersten Mal überhaupt seit Beginn der statistischen Erhebung durch das EHI Retail Institute im Jahr 1994 hat Kartenzahlung vor dem Bargeld die Pole Position an den Kassen des Handels erobert. Sie erreichte 2018 einen Anteil von 48,6 Prozent am Gesamtumsatz des deutschen Einzelhandels. Das Bargeld kam auf einen Umsatzanteil von 48,3 Prozent (minus 1,7 Prozentpunkte). Der große Gewinner bei den bargeldlosen Zahlver­fahren ist die girocard: Sie erzielte einen Anteil von 30,1 Prozent am Zahlungskuchen, mit einem beeindruckenden Plus von 3,8 Prozentpunkten.

Kontaktloses Bezahlen: Sparkassen besser als der DK-Durchschnitt

Der Motor der girocard-Entwicklung ist das kontaktlose Bezahlen. Immer mehr Kunden entdecken diese schnelle und einfache Bezahlweise für sich; kontaktloses Bezahlen wächst in kurzer Zeit immer rasanter: War laut DK-Statistik Ende 2018 noch fast jede zehnte girocard Transaktion kontaktlos (9,8 Prozent), haben die Kunden Ende des ersten Quartals 2019 bereits jede fünfte girocard-Zahlung kontaktlos durchgeführt (20,6 Prozent).

Die Sparkassen-Finanzgruppe ermöglicht mit der laufenden Vollausstattung ihrer Sparkassen-Cards und Kreditkarten mit Kontaktlos-Funktion den Kunden einfaches, schnelles und bequemes Bezahlen an den Kassen des Handels. Ende 2019 werden die Sparkassen rund 45 Millionen Sparkassen-Cards mit girocard kontaktlos-Funktion im Markt haben, das sind 97 Prozent aller Karten (DK-Wert: 55 Prozent).

Den Anteil der Sparkassen an der beeindruckenden Kontaktlos-Entwicklung bestätigen auch die aktuellen girocard-Zahlen für die Sparkassen-Finanzgruppe: Kontaktlose Transaktionen haben im ersten Quartal 2019 bereits einen Anteil von 26 Prozent an allen girocard-Zahlun­gen von Sparkassen-Kunden erreicht – mit diesem Wert liegt die Sparkassen-Finanzgruppe klar über dem DK-Durchschnitt (20,6 Prozent). Insgesamt zahlten Sparkassen-Kunden von Januar 2017 bis April 2019 rund 422 Millionen Mal kontaktlos mit ihrer Sparkassen-Card.

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Kontaktlos-Vorteile überzeugen Händler

Zu dieser positiven Entwicklung trägt auch die stetig wachsende Akzeptanz im Handel bei. Laut aktueller EHI-Studie vom Mai hat das Investitionsklima im Handel wieder spürbar angezogen: Von den großen Handelsunternehmen planen derzeit 44,8 Prozent (Vorjahr: 33,8 Prozent) Investitionen in die Payment-Infrastruktur, da kontaktloses Bezahlen sehr erfolgreich ist und mobiles Bezahlen mit dem Smartphone an Dynamik gewinnt. Sichtbarer Ausdruck dieser Investitionsfreude ist, dass inzwischen 680.000 der rund 841.000 aktiven PoS-Terminals im Markt (81 Prozent) eine kontaktlose Zahlungsabwicklung unterstützen. Damit steht bereits ein nahezu flächendeckendes Akzeptanznetz für das kontaktlose Bezahlen zur Verfügung.

Händler sehen laut einer repräsentativen GfK-Studie im Auftrag der Euro Kartensysteme (November 2018) bei der girocard kontaktlos wichtige Vorteile für ihr Geschäft und ihren Kunden­service. Demnach sagten etwa 87 Prozent der Befragten, dass kontaktlose Zahlverfahren einfacher seien als andere Bezahlverfahren. Rund die Hälfte sieht im Wegfall der PIN bei Zahlungen bis 25 Euro einen großen Zeitgewinn beim Kassieren. Und für drei Viertel bedeutet das Kontaktlos-Angebot, sich als modernes Unternehmen zu präsentieren.

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