Kontaktloses und mobiles Bezahlen immer alltäglicher

29.01.2020

Kontaktloses und mobiles Bezahlen gewinnen zunehmend an Beliebtheit und etablieren sich als gängige Bezahlverfahren. Zu diesem Ergebnis kommen zwei aktuelle Studien der Deutschen Bundesbank und des Online-Verbraucherportals Verivox.

Das kontaktlose Bezahlen ist in Deutschland zur Normalität geworden. Das zeigt eine aktuelle Befragung der Deutschen Bundesbank . Inzwischen würden 32 Prozent der Besitzer von kontaktlosen Debitkarten die Möglichkeit nutzen, quasi im Vorbeigehen zu bezahlen. Unter den Kreditkartennutzern seien es 39 Prozent. 34 Prozent der Besitzer einer Kreditkarte mit Kontaktlos-Funktion nutzen diese mindestens einmal pro Woche. Bei der girocard kontaktlos sehe es noch besser aus. Hier nutzen 47 Prozent der befragten Besitzer diese mindestens einmal pro Woche.

640x400Infografik_Nutzung_der_Zahlungskarten

© Deutsche Bundesbank

Mobiles Bezahlen gewinnt an Beliebtheit

Doch nicht nur das kontaktlose Bezahlen hat sich im Zahlungsalltag der Menschen etabliert. Auch das mobile Bezahlen ist längst kein Exot mehr unter den Zahlverfahren. Das zeigt eine repräsentative Verivox-Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Innofact durchgeführt hat. Laut der Studie habe fast jeder Vierte schon im Laden mit dem Smartphone bezahlt. Von insgesamt 1.000 Befragten haben 27 Prozent eine Bezahl-App auf ihrem Smartphone eingerichtet, mit der sie an der Ladenkasse bezahlen können. 23 Prozent haben damit bereits gezahlt.

640x400Infografik_Bekanntheit_und_Nutzung_von_Bezahl-Apps

© Deutsche Bundesbank

Auch die Bundesbank-Studie untersuchte den Trend zum mobilen Bezahlen – und kam zu erfreulichen Ergebnissen für die Sparkassen-Finanzgruppe. So seien die mobilen Bezahllösungen der Sparkassen und genossenschaftlichen Institute am bekanntesten (47 Prozent der Befragten) und würden bereits von 11 Prozent der Befragten genutzt. Etwas häufiger werde nur Payback Pay eingesetzt (12 Prozent). Lösungen internationaler Internetkonzerne wie Google Pay und Apple Pay seien zwar fast gleichermaßen bekannt (45 Prozent beziehungsweise 41 Prozent), würden bislang allerdings weniger genutzt (5 Prozent beziehungsweise 4 Prozent).

Banken und Sparkassen genießen größeres Vertrauen

Es gibt eine Vielzahl von Anbietern für das mobile Bezahlen. Doch laut der Ergebnisse von Verivox genießen die etablierten Banken und Sparkassen einen Vertrauensvorsprung bei den Verbrauchern. 42 Prozent der Befragten würden am ehesten der hauseigenen Bezahl-App der eigenen Bank oder Sparkasse vertrauen. Deutlich schlechter schnitten Google Pay und Apple Pay ab. Nur jeweils einer von zehn Befragten gebe Google Pay (10 Prozent) oder Apple Pay (9 Prozent) als vertrauenswürdig an.

Nicht-Nutzer zweifeln an der Sicherheit

Personen, die gegenüber modernen Bezahlformen „fremdeln“, begründen dies überwiegend mit Sicherheitsbedenken. Dies taten 35 Prozent der Verivox-Befragten, die bislang noch nicht mit dem Smartphone bezahlt haben. Damit sei „Zweifel an der Sicherheit des Bezahlverfahrens“ einer der drei meistgenannten Gründe, die Verbraucher vom Bezahlen mit dem Smartphone abhalten würden. 37 Prozent der Nicht-Nutzer gaben an, dass sie keine Bezahl-App auf dem Handy installieren möchten. Ebenfalls 37 Prozent sahen keinen Vorteil darin.

Die aktuelle Studie der Bundesbank kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Auch sie fand heraus, dass Personen, die kontaktlose Bezahlverfahren nicht nutzen, vor allem keinen Bedarf sehen würden oder Bedenken wegen der Sicherheit hätten.