Polizeiliche Kriminalstatistik: Kartenbetrug leicht rückläufig

16.04.2020

Das Bundesinnenministerium hat die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2019 veröffentlicht. Der Betrug mit Zahlungskarten ist leicht rückläufig.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasst die der Polizei bekannt gewordenen Straftaten einschließlich der mit Strafe bedrohten Versuche. 2019 gab es insgesamt 97.279 Diebstähle von unbaren Zahlungsmitteln, ein Rückgang um 8,4 Prozent im Vergleich zu 2018 (106.240 Fälle).

Die Kartenkriminalität ist in der PKS den Betrugsdelikten zugeordnet. Bei „Betrug beziehungsweise Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel“ wurden 2019 insgesamt 59.109 Fälle erfasst. Dies sei gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 2958 Fälle oder 4,8 Prozent. Die Aufklärungsquote wird mit 30,1 Prozent angegeben (2018: 32,9 Prozent).

Beim „Betrug beziehungsweise Computerbetrug mit Debitkarten ohne PIN (Elektronisches Lastschriftverfahren)“ ist die Zahl der erfassten Fälle auf rund 12.000 gesunken, das ist ein Rückgang um gut 27 Prozent. Ein Hauptgrund hierfür dürfte sein, dass der Einsatz des elektronischen Lastschriftverfahrens im deutschen Handel in den letzten Jahren insgesamt deutlich rückläufig ist.

Bei Straftaten, bei denen rechtswidrig erlangte Debitkarten mit PIN an Geldautomaten und am POS (Girocard-System) betrügerisch eingesetzt wurden, verzeichnet die Kriminalstatistik für 2019 einen leichten Rückgang um drei Prozent auf rund 22.300 Fälle.

Die Ermittlungsbehörden konnten laut Bundeskriminalamt nur weniger als ein Drittel aller erfassten Betrugsfälle mit Debitkarten mit und ohne PIN aufklären. Diese Quote entspricht in etwa der des Vorjahres.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik für die Bundesrepublik Deutschland wird vom Bundeskriminalamt auf der Grundlage der von den 16 Landeskriminalämtern zugelieferten Landesdaten erstellt.