Die Pandemie geht, bargeldloses Bezahlen bleibt

13.04.2022

Zwei Jahre Corona-Pandemie sind vergangen und die einstige Ausnahmesituation ist ein Stück weit zur Normalität geworden. Die Menschen haben weniger Angst vor der Pandemie und kehren teilweise zum Alltag zurück. Nicht so beim Bezahlen - hier hat sich das Verhalten nachhaltig verändert. Das zeigt eine aktuelle Studie von infas quo im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme.

Während sich zu Beginn der Pandemie noch 49 Prozent der Befragten Gedanken um die eigene Gesundheit gemacht hätten, seien es heute nur noch 29 Prozent. Um das Wohlbefinden ihrer Angehörigen sorgten sich aktuell 35 Prozent. Im März 2020 lag dieser Wert laut einer aktuellen Meldung der Initiative Deutsche Zahlungssysteme noch bei 68 Prozent. So sei der Schutz der Gesundheit zu Beginn der Pandemie der häufigste Beweggrund für vermehrte Kartenzahlung, z. B. mit girocard, gewesen. Folglich hätten die Befragten im Frühjahr 2020 am häufigsten den Respekt vor dem Kassenpersonal (67 Prozent), die Hygiene (56 Prozent), den Wunsch nach Abstand zum Personal (45 Prozent) oder die entsprechende Bitte der Händler:innen (44 Prozent) als Gründe genannt, warum sie öfter als vor der Pandemie elektronisch bezahlten.

Obwohl die Angst um die Gesundheit deutlich gesunken sei, sagten auch heute noch 33 Prozent, dass sie häufiger als vor Corona mit girocard zahlen würden. Die Top-Argumente seien nun jedoch: „Ich habe mich daran gewöhnt und es klappt gut.“ (51 Prozent), „Ich kann immer passend bezahlen.“ (41 Prozent) und „Ich habe mich in der Corona-Krise daran gewöhnt, dass es praktisch, schnell und sicher ist.“ (39 Prozent). Das zeige, wie sehr sich der Komfort der Kartenzahlung im Verhalten der Menschen verankert habe.

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© infas quo im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme

Einen Kulturwandel gibt es der Initiative Deutsche Zahlungssysteme zu Folge heute auch im Kleinbetragsbereich: Während besonders bei niedrigen Summen in Deutschland historisch lange Zeit Bargeld dominiert habe, sage heute die Hälfte der Befragten (50 Prozent), dass sie ohne Bedenken auch Beträge unter 10 Euro mit Karte zahlen würden.

Unabhängig vom Betrag würden 41 Prozent aller Befragten an der Kasse verstärkt die Kontaktlos-Funktion der girocard nutzen. 38 Prozent gingen zudem davon aus, in Zukunft noch häufiger mit ihrer girocard kontaktlos zu zahlen. Zum Jahresende 2021 wurden laut Statistik der Deutschen Kreditwirtschaft bereits rund drei Viertel (73 Prozent) aller girocard-Zahlungen kontaktlos mit Karte, Smartphone oder Smartwatch durchgeführt.

Die kontaktlose Kartenzahlung mit der girocard ist gekommen, um zu bleiben – so die Initiative Deutsche Zahlungssysteme.