HOGO* pusht das Online-Shopping

12.05.2022

In der Corona-Pandemie hat sich das Einkaufsverhalten der Menschen in Richtung E-Commerce verschoben, dadurch ist das Online-Geschäft zum Treiber der Handelszuwächse geworden. Laut der aktuellen Studie "Online Payment 2022" des EHI Retail Institute (EHI) liegen die Umsatzanteile von Handelsunternehmen im E-Commerce mittlerweile je nach Branche bei 30 bis 50 Prozent - Tendenz steigend.

28,3 Prozent ihrer Online-Käufe bezahlten die deutschen Verbraucher:innen 2021 per Rechnung. Das sind 2,1 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Damit bleibt der Rechnungskauf zwar weiterhin die umsatzstärkste Zahlungsart, allerdings dicht gefolgt von Paypal mit 28,2 Prozent (+ 3,3 Prozentpunkte). Auf Platz drei lag 2021 das Lastschriftverfahren/Bankeinzug (17,4 Prozent) und auf Platz vier die Kreditkarte (11,4 Prozent).

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Girocard gewinnt die Kombination
Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Online-Handels ergäben die stationär und online erzielten Umsatzanteile der Zahlungsarten zusammen in der Hochrechnung für den gesamten Handel ein neues Bild für 2021.

In der Gesamtbetrachtung habe der PoS-Marktführer girocard (34,7 Prozent) das Bargeld (31,5 Prozent) überholt. Dahinter folgten die Kreditkarte (9,5 Prozent) und das Lastschriftverfahren/Bankeinzug (8,2 Prozent). Paypal habe es erstmals über die Fünf-Prozent-Schwelle geschafft (5,3 Prozent).

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„Buy now, pay later“ wartet auf den Durchbruch
Beim in der Payment-Branche aktuell heiß diskutierten Thema „Buy now, pay later“ seien laut EHI zuletzt keine auffälligen Steigerungsraten zu beobachten gewesen. Im Gegenteil: Die Umsatzanteile der für das spätere Bezahlen prädestinierten Rechnungs- oder Ratenkäufe seien innerhalb der letzten zwei Jahre zurückgegangen.

So habe der Ratenkauf in dieser Zeit 1,9 Prozentpunkte eingebüßt, der Rechnungskauf sogar 4,5 Prozentpunkte. Zulegen konnten stattdessen Paypal (+ 8,0 Prozentpunkte) und die Kreditkarte (+ 0,9 Prozentpunkte), die diesen Service optional anbieten würden.

*HOGO steht für „hassle of going out“, ein durch die Corona-Pandemie verstärktes Phänomen, dass Menschen es sich in ihrem Zuhause gemütlich einrichten und sich nur noch schwer aufraffen können, die Wohnung zum Einkaufen oder zur Freizeitgestaltung zu verlassen.