S-Payment und WEAT kooperieren bei Integration von giropay/paydirekt

12.04.2022

Die S-Payment GmbH und die WEAT Electronic Datenservice GmbH (WEAT) haben einen strategischen Kooperationsvertrag im schnell wachsenden Mobilitätsmarkt geschlossen. Ziel der Kooperation ist es, dass WEAT das kreditwirtschaftliche Bezahlverfahren giropay/paydirekt für den Verkauf von Mineralöl an der Kraftstoffsäule (pay-at-pump) in seine Plattform Mobile Payment Hub (MPH) integriert. Tankstellenkunden von WEAT, die dieses Bezahlverfahren anbieten möchten, können es über den MPH in ihre Zahlungsinfrastruktur einbinden. Die Implementierung von giropay/paydirekt soll spätestens bis Mitte dieses Jahres erfolgen.

„Zahlen per App“ über den Mobile Payment Hub

WEAT betreibt die Plattform Mobile Payment Hub (MPH), um die Akzeptanz verschiedenster App-Zahlverfahren an Tankstellen zu standardisieren. Über die WEAT-Plattform können angeschlossene Tankstellen den Kraftstoffkauf direkt aus Apps heraus oder über die in Infotainment-Systeme von Fahrzeugen integrierten Payment-Verfahren von ihren Kunden kassieren. Der MPH steuert in einem standardisierten Format die Kommunikation zwischen App und Kasse oder Tanksäule und kümmert sich um den App-Bezahlvorgang. Auch andere teildigitalisierte Produkte wie zum Beispiel Waschprogramme, Gutscheine, Parkgebühren können direkt bezogen werden, ohne dass der Tankkunde am Kassenplatz erscheinen muss. Der WEAT MPH unterstützt aktuell mehr als 15 Apps.

WEAT ist mit weit über 5.000 angeschlossenen Tankstellen Marktführer in Deutschland bei der elektronischen Abrechnung von bargeldlosen Zahlungsmitteln. Auf den WEAT-eigenen Systemen werden pro Jahr über 370 Millionen Karten-Zahlungen autorisiert und bei den Banken und Kartenherausgebern zur Abrechnung eingereicht.

Hohes Engagement für In-App-Payments im Mobilitätsmarkt
Die S-Payment koordiniert die Implementierung von giropay/paydirekt in die WEAT-Plattform innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe. Die GIZS kümmert sich um die technische und kaufmännische Integration. Für die S-Payment ist diese strategische Partnerschaft ein weiterer wichtiger Baustein, um die bekannten Zahlverfahren der deutschen Kreditwirtschaft auch in die Connectivity-Plattformen der Automobilhersteller und in die Apps von Mobilitätsanbietern zu integrieren. Das Tochterunternehmen der DSV-Gruppe und die GIZS kooperieren in diesem dynamischen Zukunftsmarkt bereits mit den Anbietern EasyPark (meist genutzte Parking-App in Europa), PACE (mobiles Bezahlen der Tankfüllung mit der PACE Drive App) und dem Axel Springer Verlag (Integration von giropay/paydirekt in die Clever Tanken-App des führenden Kraftstoffvergleichsportals clevertanken.de.)

„Der Ausbau dieses Netzwerks dient dazu, das Payment-Ökosystem der Sparkassen-Finanzgruppe auch im Zukunftsmarkt für Mobilität zu etablieren“, sagt Erik Meierhoff, Mitglied der Geschäftsführung der S-Payment. „In-Car-Payments sind ein wichtiger Baustein der Mobilitätswende. Unser Ziel ist, dass die Fahrer oder Passagiere das Auto nicht mehr zwingend verlassen müssen, um zum Beispiel einen Snack oder Kaffee für unterwegs zu bestellen, die Tankfüllung oder Elektrostrom-Ladung zu bezahlen, einen Parkplatz zu reservieren oder Mautgebühren zu entrichten.“

Die Rechnung geht aufs Auto
Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) birgt der Connected-Cars-Commerce ein Marktvolumen von mehr als 200 Milliarden US-Dollar (rund 177 Milliarden Euro). Schon heute können sich 18 Prozent der Deutschen vorstellen, mit dem eigenen Fahrzeug einzukaufen und zu bezahlen - vor allem Parkgebühren (73 Prozent), Mautgebühren (58 Prozent) oder Tankrechnungen beziehungsweise Ladevorgänge an E-Ladesäulen (56 Prozent). Auch Drive-In Bestellungen wie gastronomische Angebote oder die Autoreinigung stoßen auf großes Interesse: 54 Prozent wären bereit, solche Angebote über das Auto zu bestellen und zu bezahlen.

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